Export von Plastikmüll

Plastikabfälle, die in Deutschland anfallen, werden nicht immer auch in Deutschland verwertet.

Kunststoffabfälle  werden oft ins Ausland exportiert. Deutschland ist bei diesen Expoten sogar nach den USA und Japan auf Platz drei. Afrika ist ein beliebtes Exportziel. Zum großen Teil geht der Export nach Asien. Damit landet der Müll in Ländern wie Malaysia, Vietnam, Thailand und Indonesien.

Deutschland exportiert rund eine Million Tonnen Plastikabfälle jährlich.

In diesen Ländern wird der Müll allerdings nur in einem kleinen Teil recycelt, der Großteil wird unter niedrigen Umständen verbrannt, oder landet am Ende sogar auf illegalen Mülldeponien.

Dass das nicht gut für die Umwelt und die dort lebenden Menschen ist, ist einleuchtend.

Doch warum wird dennoch Müll aus den Industriestaaten in ärmere Länder exportiert?

Der Grund ist schlicht und einfach: Unternehmen in Asien bezahlen mehr für unseren Müll als Unternehmen im Inland. Der Transport und die Umweltstandards sind niedrig, was den Export dorthin kostengünstiger macht.

Doch es gibt Licht am Ende des Tunnels. Unter der Leitung der Vereinten Nationen haben sich viele Länder auf ein „transparentes und zurückverfolgbares System für den Export und Import von Plastikmüll“ geeinigt.

Es ist vor allem deshalb ein Erfolg, da dieses Abkommen rechtlich bindend ist, auch wenn die Länder ihre eigenen Möglichkeiten finden müssen das Abkommen einzuhalten.